Info bezüglich der Corona-Situation
(Stand: 24. März 2020)

Liebe Studierende der Kunstgeschichte,

wie Ihnen in der Rundmail der Präsidentin vom 12. März 2020 mitgeteilt wurde, werden Präsenzlehrveranstaltungen im Sommersemester 2020 zunächst bis zum 1. Mai ausgesetzt. Wir werden also zumindest die ersten Semesterwochen digital bestreiten und uns alle darauf einstellen müssen. Wahrscheinlich fragen Sie sich, wie das Studieren ohne persönlichen Kontakt überhaupt funktionieren soll. Wir arbeiten daran, Lösungen zu finden und werden angesichts der Ungewissheit über den Zeitpunkt, zu dem wir wieder auf Normalbetrieb umschalten können, vielleicht auch manchmal improvisieren müssen.

In den letzten Tagen ist klar geworden, dass bei einzelnen Lehrveranstaltungen notwendige, situationsbedingte Änderungen bzw. Anpassungen erforderlich werden, die sich auf ursprünglich geplante Inhalte und Ausgestaltungen von Seminaren und Übungen auswirken. Einschränkungen in persönlichen Kontakten, in der Mobilität (Exkursionen z. B. entfallen bis auf Weiteres) und in Bezug auf geplante Kooperationen mit zum Teil hart von der Krise betroffenen externen Partnerinnen und Partnern lassen uns keine andere Wahl. Etwaige Änderungen betreffen aber in keinem Fall die bisherigen Modulzuordnungen der Lehrveranstaltungen. Das Lehrprogramm ist gesichert und Ihnen entstehen im kommenden Semester keine Nachteile.

Der Studiendekan und das Prüfungsamt des Fachbereichs 1 haben bestätigt, dass die vorgesehenen Lehrveranstaltungen – Stand jetzt – wie geplant in OPIuM angelegt werden, sodass Sie sich innerhalb der bisher angedachten Fristen ab 1. Mai 2020 bis spätestens zum 30. Juni in die gewünschten Lehrveranstaltungen und zu den entsprechenden Prüfungen anmelden können. Ende der Rücktrittsfrist ist der 7. Juli 2020.

Aufgrund der für uns alle neuen Situation ist jedoch Ihre möglichst verbindliche Anmeldung zur Teilnahme an den Lehrveranstaltungen bei StudIP bis Anfang April, also vor dem regulären Vorlesungsbeginn am 14. April 2020 hilfreich. Damit tragen Sie dazu bei, dass Sie als Teilnehmerinnen und Teilnehmer der einzelnen Veranstaltungen rechtzeitig von den jeweiligen Lehrenden erreicht werden können, Ihnen keine Informationen über Änderungen und Anpassungen entgehen und wir wie geplant in den bis auf Widerruf digital umgestellten Veranstaltungsbetrieb des Sommersemesters starten können.

Die aktuelle Situation ist sehr dynamisch und somit auch weitestgehend unvorhersehbar. Aus diesem Grund kann es jederzeit zu weiteren Anpassungen und Änderungen kommen. Beachten Sie daher bitte auch weiterhin die Rundmails aus dem Präsidium mit den für Sie wichtigen Bekanntmachungen sowie die Einträge auf dieser Seite und die allgemeinen Maßnahmen.

Leider müssen aufgrund der aktuellen Situation bis auf Weiteres alle Sprechzeiten des Sekretariats und der Lehrenden vor Ort entfallen. Falls sich bei Ihnen Fragen oder Unsicherheiten ergeben, können Sie sich aber jederzeit per Mail an die Lehrenden wenden. Anfragen an das Sekretariat werden telefonisch (Sekretariat: 0541/969-6277) und per Mail zu den üblichen Sprechzeiten entgegengenommen. Bis zum 27. März ist das Sekretariat krankheitsbedingt telefonisch nicht erreichbar. 

Für alle BAföG-Empfänger und -Empfängerinnen hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung bereits beruhigende/wichtige Informationen verbreitet https://www.bafög.de/keine-nachteile-beim-bafoeg-wegen-corona-756.php

Bleiben Sie auf Abstand, achten Sie aufeinander, helfen Sie sich gegenseitig soweit es geht, damit alle gesund bleiben und wir auch unter den momentan erschwerten Bedingungen weiter gut zusammenarbeiten können.


Aktuelle digitale Angebote

Die meisten Museen tragen momentan zur kulturellen Grundversorgung bei, indem sie digital zugänglich sind. Der Betrieb läuft also – auf Abstand – weiter. Jana Kunst, Studentin im Masterstudiengang Kunstgeschichte. Architektur und Kunst im kulturgeschichtlichen Kontext an der Universität Osnabrück, absolviert ein Fachpraktikum im Museumsquartier Osnabrück und beschäftigt sich hier mit Werken des Malers Franz Hecker.

Wenn Sie mehr aus dem Museumsquartier Osnabrück erfahren möchten: Es ist jederzeit geöffnet.
 


  


Stellungnahme zur Entscheidung des Präsidiums, das Kunsthistorische Institut zu schließen

Völlig überraschend hat das Präsidium der Universität Osnabrück am 6. Dezember 2016 die Lehrenden des Kunsthistorischen Instituts und den Dekan des Fachbereichs 1 / Kultur- und Sozialwissenschaften über seine Absicht informiert, das Kunsthistorische Institut 2023/24 zu schließen und den Bachelor- wie den Master-Studiengang Kunstgeschichte einzustellen. Als Begründung für die beabsichtigte Schließung wurde die prekäre Finanzsituation der Universität angeführt. Das Präsidium sieht keine Alternative zu dieser Entscheidung, weil u.a. die Situation in den Naturwissenschaften zu berücksichtigen sei und man dort zusätzliche Mittel einsetzen wolle, um die Attraktivität/und oder Konkurrenzfähigkeit zu steigern. Darüber hinaus verursache die Schließung des Faches, das nicht zu den Lehramtsfächern gehört, die geringsten „Kollateralschäden“ innerhalb der Universität.

Wir halten diese Entscheidung für skandalös und ihre Begründung in hohem Maße für befremdlich. Fachgruppen gegeneinander auszuspielen ist mit einer verantwortungsvollen Hochschulpolitik unvereinbar. Ein erfolgreiches, innerhalb der Universität traditionell und weitverzweigt eingebundenes Fach zu schließen ist ein alarmierendes Signal für andere geisteswissenschaftliche Fächer. Ganz offensichtlich kommt es nicht auf Fakten an. Dies zu vermuten liegt deshalb nahe, weil im Vorfeld falsche Zahlen über das Institut in Umlauf gebracht wurden. Ein derart unfaires Vorgehen zeigt, dass ein bewusst erweckter falscher Eindruck einer Legitimierung der sachlich und inhaltlich unbegründeten Entscheidung dienen soll. Abgesehen davon ist die Universitätsleitung gerade dabei, die Zeichen der Zeit zu verschlafen. Außerhalb Osnabrücks hat man mittlerweile erkannt, dass Kompetenz im Umgang mit Bildern, die Kultur und menschliches Verhalten prägen, von zentraler Bedeutung ist und sein wird. Deshalb baut man an anderen Orten gerade Kunstgeschichte und Bildwissenschaft als unverzichtbare Disziplinen im Spektrum des geisteswissenschaftlichen Fächerkanons weiter aus; im Zukunftskonzept der Universität Osnabrück aber findet diese Entwicklung keine Beachtung.

Wir kritisieren auf Schärfste auch die Informationspolitik des Präsidiums, die allen Regeln eines von Vertrauen geprägten Umgangs miteinander widerspricht. Die Vertreter des Fachs ohne Vorankündigung vor vollendete Tatsache zu stellen, hat im 21. Jahrhundert keinen Platz. Wo Gesprächsverweigerung das Handeln bestimmt und universitäre Einrichtungen zu bloßen Entscheidungsempfängern degradiert werden, ist Universität als eine Gemeinschaft von Lehrenden und Lernenden tot. Wer glaubt, auf diese Weise eine zukunftsorientierte Hochschulpolitik betreiben zu können, hat von moderner Universität nichts verstanden.

Unsere Petition zum Erhalt des Instituts und der Studiengänge ist zu finden unter:

https://www.change.org/p/präsidium-der-universität-osnabrück-für-den-erhalt-des-kunsthistorischen-instituts-an-der-universität-osnabrück?utm_medium=email&utm_source=notification&utm_campaign=signature_receipt&share_context=signature_receipt&recruiter=22546189

Inzwischen sind Protestmaßnahmen gegen die Entscheidung der Universitätsleitung angelaufen. Berichte darüber sind in der lokalen Presse nachzulesen:

http://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/824186/uni-osnabrueck-schliesst-institut-fuer-kunstgeschichte#gallery&0&0&824186

http://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/826889/wissenschaftler-kaempfen-fuer-kunstgeschichte-in-osnabrueck

http://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/830858/uni-streit-eskaliert-kunst-institut-attackiert-praesident

http://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/835117/uni-osnabrueck-kunstgeschichte-ist-nicht-unverzichtbar-1

http://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/836791/ulmer-verein-protestiert-fuer-osnabruecker-kunstgeschichte-institut

http://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/839098/studenten-tragen-osnabruecker-kunstgeschichte-zu-grabe-2#