Wichtiger Hinweis

Die Einführungsveranstaltungen für die Grundmodule A, B und C finden im Wintersemester 2019/2020 letztmalig statt.

Öffnungszeiten des Sekretariats

Montag bis Mittwoch: 9:30 Uhr bis 12 Uhr und 13 Uhr bis 14:30 Uhr

  


Kommende Veranstaltungen zur Ausstellung bauhaustapete - neu aufgerollt

Buchvorstellung: »DAS Bauhaus gibt es nicht«

Buchvorstellung und Gespräch mit Wulf Herzogenrath
Der Kunsthistoriker und Direktor der Sektion Bildende Kunst der Akademie der Künste Berlin stellt sein aktuelles Buch »DAS Bauhaus gibt es nicht« vor.

Schlicht und einfach – alles bauhaus – oder was?

20. November 2019 | 16:30
Museumsquartier Osnabrück
Kosten: Museumseintritt plus Führungsentgeld (5 €)

Führung durch die Ausstellung mit Studierenden des Kunsthistorischen Instituts der Universität Osnabrück.

Eine Kooperation mit der VHS, dem Museums- und Kunstverein Osnabrück und dem Kunsthistorischen Institut der Universität Osnabrück.
Anmeldung und Buchung ab August über die VHS Osnabrück / Tel.: ++49 (0)5 41 I 323 – 22 43 I Internet: www.vhs-os.de

Bauhaustapete und dann? Die Künstlerkollektionen der Tapetenfabrik Rasch nach 1945

Vortrag und Finissage
05. Dezember 2019 | 19:00

Museumsquartier Osnabrück
Der Eintritt ist frei.

Der Vortrag von Sabine Thümmler geht der Frage nach, wie die Tapetenfabrik Rasch nach 1945 an den Erfolg der Bauhaustapete wieder anknüpfen konnte. In der Aufbauphase der jungen Bundesrepublik stellten sich ähnlich Fragen wie im Siedlungsbau der 1920er und 1930er Jahre. Geschmackvolle Einrichtungen zu erschwinglichen Preisen waren das erklärte Ziel. Und wiederum hatte die Tapetenfabrik Rasch eine durchschlagende Idee. Sie brachte in den 1950er Jahren Kollektionen auf den Markt, die von Architekten und Künstlern geschaffen waren und den Bogen von graphischen Mustern bis hin zu Bildmotiven spannten. Die Entwürfe stammten unter anderem von Arnold Bode, Friedrich Vordemberge-Gildewart, Bernhard Schultze, Bele Bachem oder Salvatore Dali.


Ausstellungseröffnung schlicht und einfach. alles bauhaus - oder was?

Am Freitag, den 16. August 2019 eröffnen wir um 18 Uhr unsere Ausstellung

schlicht und einfach. alles bauhaus - oder was?

Sie findet im Rahmen der gleichzeitig eröffneten Ausstellung bauhaustapete – neu aufgerollt im Museumsquartier Osnabrück statt.

Wir laden Sie und Ihre Freunde herzlich ein!

 


Soeben erschienen:

 

Ulrich Schütte, Hubert Locher, Klaus Niehr, Jochen Sander u. Xenia Stolzenburg (Hrsg.), Mittelalterliche Retabel in Hessen, Bd. 1: Bildsprache, Bildgestalt, Bildgebrauch; Bd. 2: Werke, Kontexte, Ensembles, Petersberg 2019.

 


5. Vortrag der Veranstaltungsreihe zur Ausstellung bauhaustapete - neu aufgerollt

Ute Brüning (Designhistorikerin und Webdesignerin, Berlin):
„Reklamefeldzug für die Bauhaustapete. Zwischen Übung und Ernstfall“

04. Juli 2019 | 19:00 
in der Universität Osnabrück, Gebäude 41, Neuer Graben 40, Raum 112. 
Der Eintritt ist frei.

Die Werbung für das neue Produkt Bauhaus-Tapete startete in einem Konfliktfeld. Das Bauhaus reklamierte den Werbeauftrag bei der Herstellerfirma Hannoversche Tapetenfabrik Gebrüder Rasch & Co GmbH, Bramsche bei Osnabrück ausdrücklich für sich – wollte doch Direktor Hannes Meyer an seiner Schule Pädagogik mit Auftragsarbeit in „möglichster Wirtschaftlichkeit“ verbinden. Das letzte Wort über die Unterrichtsergebnisse hatte allerdings der Auftraggeber. Zudem verfolgte Abteilungsleiter Joost Schmidt, der für Druckerei und Reklameabteilung zuständig war, wiederum eigene Vorstellungen von den Lernzielen, die im Konflikt mit denen der Direktion standen.

Die Markteinführung dieser neuen Tapete für die „Volkswohnung“ fällt 1929 auch zusammen mit Meyers Änderung der Lernstrukturen, die sein Nachfolger Mies van der Rohe 1930 gleich nochmals änderte – ein belastender Hintergrund für den Start eines Reklamefeldzuges.

Wir laden Sie und Ihre Freunde herzlich ein!

 


4. Vortrag der Veranstaltungsreihe zur Ausstellung bauhaustapete - neu aufgerollt

 

Henning Krause (Designer und Typograf): Bauhaustypografie, typisch Deutsch?

16. Mai 2019 | 19:00 
in der Universität Osnabrück, Gebäude 41, Neuer Graben 40, Raum 112. 
Der Eintritt ist frei.
 

Nur 14 Jahre lang existierte das Bauhaus. Dennoch setzte es neue Maßstäbe. Sowohl in der bildenden als auch in der angewandten Kunst ist der Einfluss bis heute weltweit spürbar. Die Typografie des Bauhauses fand bislang nur eine nachrangige Beachtung. Doch gerade hier lassen sich die Prinzipien gut studieren. 

Im vierten Beitrag der Vortragsreihe geht der Kommunikationsdesigner und Schriftentwerfer Henning Krause der Frage nach, wie das Bauhaus in der Geschichte des Kommunikationsdesigns verortet ist und ob sich etwas „typisch Deutsches“ am Bauhaus nachweisen lässt.

Wir laden Sie und Ihre Freund*innen herzlich ein und freuen uns auf Sie!

 


3. Vortrag der Veranstaltungsreihe zur Ausstellung bauhaustapete - neu aufgerollt

Bildnachweis: Titelseite des Buchs von Edward A. Ross: „Raum für Alle?“ (deutschsprachige Ausgabe), Stuttgart/Berlin/Leipzig 1929
Foto: © Deutsche Verlagsanstalt Stuttgart (keine weiteren Angaben zur Gestaltung der Titelseite)

 

Werner Möller (Stiftung Bauhaus Dessau): Tapete versus Putz und Marmor. Die Volkswohnung des Bauhauses

02. Mai 2019 | 19:00
in der Universität Osnabrück, Gebäude 41, Neuer Graben 40, Raum 112.
Der Eintritt ist frei.

Im dritten Beitrag der Vortragsreihe beleuchtet Dr. Werner Möller (Stiftung Bauhaus Dessau) die besondere Rolle der bauhaustapete zwischen den weiß verputzten Bauten aus der Zeit des ersten Bauhaus-Direktors Walter Gropius und den edlen Materialien aus der Zeit des dritten Bauhaus-Direktors Ludwig Mies van der Rohe. Zudem diskutiert Möller, Verfasser und Herausgeber zahlreicher Bauhaus-Publikationen, heutige Fragestellungen in der Bauhausrezeption und in der Gestaltung am Beispiel der „Volkswohnung“.

Wir laden Sie und Ihre Freund*innen herzlich ein und freuen uns auf Sie!


2. Vortrag der Veranstaltungsreihe zur Ausstellung bauhaustapete - neu aufgerollt

 

Eduard Führ: Vorbild für Heute? Wohnungsbaukultur am Bauhaus

04. April 2019 | 19:00
in der Universität Osnabrück, Gebäude 41, Neuer Graben 40, Raum 112.
Der Eintritt ist frei.

Im zweiten Beitrag der Vortragsreihe zeigt der international anerkannte Architekturhistoriker und -theoretiker Eduard Führ auf, welche Rolle das Bauhaus Dessau bei der Entwicklung des modernen Siedlungsbaus spielte und befragt die Konzepte auf ihre Tauglichkeit für die Anforderungen an das Wohnen und Zusammenleben heute. 

Nicht nur die Häuser und Wohnungen, sondern auch die Art, sich darin – mit Möbeln und Tapeten – einzurichten, hat sich in den letzten 100 Jahren verändert.

Das Thema Wohnen ist daher untrennbar mit der Ausstellung zur bauhaustapete verbunden. Der Wohnungsbau der Weimarer Republik hatte vor allem das Ziel ‚bezahlbare Wohnungen‘ zu entwickeln und zu realisieren – eine Herausforderung, mit der sich auch unsere heutige Gesellschaft in Zeiten des knapper werdenden Wohnraumes und der steigenden Mieten in den Ballungszentren auseinandersetzen muss.

Wir laden Sie und Ihre Freund*innen herzlich ein und freuen uns auf Sie!


1. Vortrag der Veranstaltungsreihe zur Ausstellung bauhaustapete - neu aufgerollt

 

Öffentlicher Vortrag von Astrid Silvia Schönhagen

07. Februar 2019 | 19:00
in der Universität Osnabrück, Gebäude 41, Neuer Graben 40, Raum 112.
Der Eintritt ist frei.

Die Kunsthistorikerin vom Forschungsfeld wohnen+/-ausstellen an der Universität Bremen wirft einen Blick zurück in die Geschichte der Tapete, insbesondere auf ausgewählte Beispiele, die Eindrücke vom Wohnen und vom Hang zu Bildern fremder Welten um 1800 vermitteln.

Der Vortrag bildet den Auftakt einer Veranstaltungsreihe, die in Zusammenhang mit der Ausstellung bauhaustapete – neu aufgerollt (vom 17.8. – 08.12.2019 im Museumsquartier Osnabrück) Themen rund um die Tapete, das Wohnen sowie Aspekte der Gestaltung und Werbung in den Fokus rückt. Bis Dezember laden das Museumsquartier und das Kunsthistorische Institut der Universität Osnabrück zahlreiche Expert*innen aus diesen verschiedenen Forschungs- und Praxisfeldern ein.

Wir laden Sie und Ihre Freund*innen herzlich ein und freuen uns auf Sie!


bauhaustapete – neu aufgerollt

Einen kleinen Vorgeschmack auf die Ausstellung bauhaustapete – neu aufgerollt, die ab dem 17. August 2019 im Museumsquartier Osnabrück zu sehen sein wird und in Zusammenarbeit mit dem Kunsthistorischen Institut entsteht, bietet ab dem 17. Januar die Ausstellung Flurstücke 2019 // bauhaustapete in der Niedersächsischen Landesvertretung in Berlin.

 

                 

Die erste Anzeige als Hinweis auf die Ausstellung bauhaustapete – neu aufgerollt ist bereits in Kunstmagazinen wie der „artspezial“ zum Bauhaus-Jubiläum erschienen:

 


 Soeben erschienen:

 

 

Klaus Niehr, Melanie Ulz, Antje Busch-Sperveslage (Hrsg.), Osnabrück. Ein Führer zur Architektur und zu den Denkmälern der Stadt, Petersberg, Michael Imhof Verlag, 2018.

 

Die über 1200-jährige Geschichte Osnabrücks spiegelt sich in einer beachtlichen Dichte von Bauten und Denkmälern. Diese materielle Überlieferung wird hier erstmals in ihrer gesamten Breite anhand einer qualifizierten Auswahl von ca. 140 Objekten vorgestellt. Sie ermöglichen es, Spuren der Vergangenheit bis in die Gegenwart hinein zu verfolgen und einzelne Stufen historischer Kultur in ihrer Bedeutung für die Geschichte der Stadt auszumachen.

 


100 Jahre Bauhaus

Gewusst?

Wenn 2019 deutschlandweit die Gründung des Bauhauses vor 100 Jahren gefeiert wird, feiert Osnabrück insbesondere den 90. Geburtstag der Bauhaustapete – des erfolgreichsten Produkts, das in Verbindung der berühmten Schule mit der Industrie entwickelt und von der bis heute in Bramsche ansässigen Tapetenfabrik Rasch hergestellt und vertrieben wurde.

Deshalb hat das Kunsthistorische Institut gemeinsam mit den Osnabrücker Museen im Museumsquartier Osnabrück (Felix-Nussbaum-Haus/Kulturgeschichtliches Museum/Villa Schlikker/Akzisehaus) Projekte initiiert, die bis zum Sommer 2019 in enger Zusammenarbeit und mit Beteiligung von Studierenden sowie der interessierten Öffentlichkeit realisiert werden und in die zentrale Ausstellung rund um die Bauhaustapete münden sollen.

Die niedersächsischen Städte, die sich mit Veranstaltungen am Bauhausjubiläum beteiligen, haben sich zusammengeschlossen und weisen schon jetzt auf die geplanten Aktivitäten hin, zum Beispiel hier .

Wir werden an dieser Stelle künftig weiter über die Vorhaben und insbesondere über die Aktivitäten in Osnabrück und im Kunsthistorischen Institut informieren. Interessierte Studierende, die mehr erfahren möchten, können sich gerne an Frau Dr. Antje Busch-Sperveslage, Frau Dr. Hella Nocke-Schrepper, Jan Giebel oder Frau Prof. Dr. Helen Koriath wenden. 


Ausstellung: „es ist was es anderes ist“

Am Sonntagnachmittag, 11. Februar 2018, eröffneten Teilnehmende des KunstContainers und Studierende des Kunsthistorischen Instituts ihre gemeinsam konzipierte Ausstellung „es ist was es anderes ist“ im Osnabrücker StadtGalerieCafé. Den Gästen bot sich eine große Bandbreite an künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten und Inhalten. Sie ist das Resultat eines ergebnisoffenen Projektes zur Etablierung der „Outsider Art“ im Rahmen des Seminars „Forschen am Original“, geleitet von Prof. Dr. Helen Koriath in Kooperation mit Christoph P. Seidel, dem künstlerischen Leiter des KunstContainers, im Wintersemester 2017/2018.

Durch die enge Zusammenarbeit zwischen Teilnehmenden und Studierenden, geprägt durch intensive Gespräche, konnte nicht nur eine außergewöhnliche Ausstellung entwickelt werden; es sind auch neue Freundschaften entstanden, wie die Künstlerin Eilika Lanfermann betont. Zu sehen sind die Kunstwerke noch bis zum 1. April 2018 während der regulären Öffnungszeiten des Cafés.

 

Aufbau der Ausstellung im StadtGalerieCafé

 

 

Neuerscheinung

Drachenlandung. Ein Hildesheimer Drachen-Aquamanile des 12. Jahrhunderts

Drachenlandung

 

herausgegeben von Gerhard Lutz und Joanna Olchawa, Schnell und Steiner, 2018

 

= „Objekte und Eliten in Hildesheim, 1130 bis 1250“, Bd. 1 und „Patrimonia“, Heft 382

 

 

Niemand hätte auch nur ahnen können, dass eines der ältesten figürlichen Gießgefäße aus Westmitteleuropa von der wissenschaftlichen Forschung gänzlich unbemerkt in Privatbesitz verharrt. Aufgrund des enormen Interesses seitens der Kunstgeschichte an solchen Objekten sowie des hohen, fortwährend steigenden Marktwertes, das vergleichbare Werke erzielen, ist solch ein Fall nahezu ausgeschlossen. Und doch ist solch ein Artefakt in Gestalt eines bronzenen Drachens völlig unerwartet zum Vorschein gekommen.

Das Werk erwarb bei der Versteigerung durch ein internationales Kunstauktionshaus ein anonymer Bieter. Schon äußerte man die Befürchtung, das Werk werde auf dem Kaminsims einer Privatsammlung verstauben und nie wieder zugänglich sein, als sich herausstellte, dass es mit Mitteln der Kulturstiftung der Länder, der Ernst von Siemens Kunststiftung, der Stiftung Niedersachsen und der Klosterkammer Hannover für eine öffentliche Sammlung angekauft wurde. Eines der wichtigsten Objekte innerhalb der Gattung der sogenannten Aquamanilien befindet sich jetzt gewissermaßen an dem Ort, an dem es annähernd vor 900 Jahren entstand – im Dommuseum Hildesheim.

Das erworbene Aquamanile ist freilich mehr als nur ein Neuzugang innerhalb der Gattung. Es bereichert mit seinen technischen, formalen und stilistischen Besonderheiten insbesondere die Diskussion um die ersten Produktionszentren der Gießgefäße im Heiligen Römischen Reich. Diesen und weiteren Aspekten widmete sich bereits die Tagung „„Drachenlandung. Ein neu erworbenes Aquamanile des 12. Jahrhunderts im Dommuseum Hildesheim“ im Jahr 2016. Die Beträge von Michael Brandt, Gerhard Lutz, Sara Kuehn, Klaus Niehr, Joanna Olchawa, Uwe Schuchardt, Hiltrud Westermann-Angerhausen und Harald Wolter-von dem Knesebeck sind nun in dem gleichnamigen Tagungsband erschienen.

Für weitere Informationen: https://www.schnell-und-steiner.de/artikel_9005.ahtml
http://www.kulturstiftung.de/produkt/drachenlandung-ein-hildesheimer-drachen-aquamanile-des-12-jahrhunderts-dommuseum-hildesheim/


 

 


Stellungnahme zur Entscheidung des Präsidiums, das Kunsthistorische Institut zu schließen

Völlig überraschend hat das Präsidium der Universität Osnabrück am 6. Dezember 2016 die Lehrenden des Kunsthistorischen Instituts und den Dekan des Fachbereichs 1 / Kultur- und Sozialwissenschaften über seine Absicht informiert, das Kunsthistorische Institut 2023/24 zu schließen und den Bachelor- wie den Master-Studiengang Kunstgeschichte einzustellen. Als Begründung für die beabsichtigte Schließung wurde die prekäre Finanzsituation der Universität angeführt. Das Präsidium sieht keine Alternative zu dieser Entscheidung, weil u.a. die Situation in den Naturwissenschaften zu berücksichtigen sei und man dort zusätzliche Mittel einsetzen wolle, um die Attraktivität/und oder Konkurrenzfähigkeit zu steigern. Darüber hinaus verursache die Schließung des Faches, das nicht zu den Lehramtsfächern gehört, die geringsten „Kollateralschäden“ innerhalb der Universität.

Wir halten diese Entscheidung für skandalös und ihre Begründung in hohem Maße für befremdlich. Fachgruppen gegeneinander auszuspielen ist mit einer verantwortungsvollen Hochschulpolitik unvereinbar. Ein erfolgreiches, innerhalb der Universität traditionell und weitverzweigt eingebundenes Fach zu schließen ist ein alarmierendes Signal für andere geisteswissenschaftliche Fächer. Ganz offensichtlich kommt es nicht auf Fakten an. Dies zu vermuten liegt deshalb nahe, weil im Vorfeld falsche Zahlen über das Institut in Umlauf gebracht wurden. Ein derart unfaires Vorgehen zeigt, dass ein bewusst erweckter falscher Eindruck einer Legitimierung der sachlich und inhaltlich unbegründeten Entscheidung dienen soll. Abgesehen davon ist die Universitätsleitung gerade dabei, die Zeichen der Zeit zu verschlafen. Außerhalb Osnabrücks hat man mittlerweile erkannt, dass Kompetenz im Umgang mit Bildern, die Kultur und menschliches Verhalten prägen, von zentraler Bedeutung ist und sein wird. Deshalb baut man an anderen Orten gerade Kunstgeschichte und Bildwissenschaft als unverzichtbare Disziplinen im Spektrum des geisteswissenschaftlichen Fächerkanons weiter aus; im Zukunftskonzept der Universität Osnabrück aber findet diese Entwicklung keine Beachtung.

Wir kritisieren auf Schärfste auch die Informationspolitik des Präsidiums, die allen Regeln eines von Vertrauen geprägten Umgangs miteinander widerspricht. Die Vertreter des Fachs ohne Vorankündigung vor vollendete Tatsache zu stellen, hat im 21. Jahrhundert keinen Platz. Wo Gesprächsverweigerung das Handeln bestimmt und universitäre Einrichtungen zu bloßen Entscheidungsempfängern degradiert werden, ist Universität als eine Gemeinschaft von Lehrenden und Lernenden tot. Wer glaubt, auf diese Weise eine zukunftsorientierte Hochschulpolitik betreiben zu können, hat von moderner Universität nichts verstanden.

Unsere Petition zum Erhalt des Instituts und der Studiengänge ist zu finden unter:

https://www.change.org/p/präsidium-der-universität-osnabrück-für-den-erhalt-des-kunsthistorischen-instituts-an-der-universität-osnabrück?utm_medium=email&utm_source=notification&utm_campaign=signature_receipt&share_context=signature_receipt&recruiter=22546189

Inzwischen sind Protestmaßnahmen gegen die Entscheidung der Universitätsleitung angelaufen. Berichte darüber sind in der lokalen Presse nachzulesen:

http://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/824186/uni-osnabrueck-schliesst-institut-fuer-kunstgeschichte#gallery&0&0&824186

http://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/826889/wissenschaftler-kaempfen-fuer-kunstgeschichte-in-osnabrueck

http://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/830858/uni-streit-eskaliert-kunst-institut-attackiert-praesident

http://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/835117/uni-osnabrueck-kunstgeschichte-ist-nicht-unverzichtbar-1

http://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/836791/ulmer-verein-protestiert-fuer-osnabruecker-kunstgeschichte-institut

http://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/839098/studenten-tragen-osnabruecker-kunstgeschichte-zu-grabe-2#