Kurzbiographie

Seit 1.10.2018 Wissenschaftliche Mitarbeiterin und gemeinsam mit Prof. Dr. Klaus Niehr Leitung des Projektes „Welfenbildnisse – Bildnisse der Welfen. Genealogische Repräsentation, Herrschaft und Erziehung zwischen 1648 und 1789“ gefördert aus dem Niedersächsischen ‚Vorab‘/ Pro*Niedersachsen, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur – 2017/2018 Lehrbeauftragte der Universität Osnabrück im Fach Kunstgeschichte. 2017 Herzog-Ernst-Stipendium Forschungszentrum Gotha (Universität Erfurt), gefördert von der Fritz Thyssen Stiftung – 2014 Stipendium der Klassik-Stiftung Weimar – Im Anschluss an Drucklegung der Dissertationsschrift 2011 Zwillingsmutterschaft- und Erziehungszeit – Promotion 2009 im Fach Kunstgeschichte bei Prof. Dr. Katharina Krause & Prof. Dr. Ulrich Schütte an der Philipps-Universität Marburg; Dissertationsschrift: „Zwischen Steinbruch und Studio: Die Bildhauerwerkstatt von Orazio Marinali und Giacomo Cassetti (1683-1754)“ – Wissenschaftliches Volontariat bei der Stiftung Museum Kunstpalast in Düsseldorf 2007–2009 sowie freie wissenschaftliche Mitarbeit bei der Stiftung Schloss & Park Benrath, Düsseldorf und bei der Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten, Hessen – Studium der Kunstgeschichte; der Italienischen Literatur und Klassischen Archäologie in Marburg und Florenz ab WS 1998/99.

 

 

Forschungsthema

 

Bildniskonfigurationen – Visuelle Erziehung in höfischen Porträts der Frühen Neuzeit (1500-1800)

 

Zu Beginn konzentrierte sich das Projekt auf ausgewählte Porträts, die „Prinzenerziehung“ thematisieren (zunächst auf deutschsprachige Höfe begrenzt). Hierbei wurden u.a. in Gotha und Weimar Bildnisse unter Berücksichtigung der Rezeption der Avantures de Télémaque, einem Fürstenspiegel von François Fénelon (1699), in den Blick genommen. Dass Kunstwerke wesentlich von pädagogischen Konzepten geleitet sein können, ist keine Novität. Dass Porträts demonstrativen bzw. repräsentativen Zwecken der „Erziehungsberechtigten“ dienen können und sich dabei auf Erziehungsvorschriften oder Traktate beziehen, wird dagegen selten beachtet. Diese Lücke will das Post-Doc-Projekt schließen. Anstelle der derzeit beanspruchten aber kaum spezifisch definierten „Porträtkultur“ nimmt das Projekt „Bildniskonfigurationen“ in den Blick. Der neu gewählte Begriff nimmt auf der Grundlage aktueller Ergebnisse der Porträtforschung Bezug auf das künstlerische Komponieren – das „Figurieren“ im historischen Wortsinn –, erweitert um das Komponieren von und mit Bildnissen im Bezugssystem von Netzwerken und Erziehung. Gemeint sind u.a. auch die Materialität der Bilder (Material Culture) und ihre räumliche Anordnung sowie ihre Betrachtung. In Fallstudien werden höfische Kinder- und Familienbildnisse des europäischen Hochadels und deutschsprachiger Höfe ausgewertet (Habsburg, Stuart, Welfen, Bourbonen).

 

 

Projektförderungen/Stipendien

  • DFG-Forschungsstipendium für sieben Monate zuerkannt 2018 – Antritt des Stipendiums voraussichtlich April-Mai 2019 (Wien), Fortsetzung im Juno-August 2019 (London) und Abschluss im Winter 2019/20 (Madrid, Simancas).
  • Herzog-Ernst-Stipendium der Fritz Thyssen Stiftung – Universität Erfurt und Forschungsbibliothek Gotha für 2017 (ab April 2017) zur Förderung des Teilprojektes (zum Post-Doc-Projekt) „Prinzen als Telemache. Porträts als erziehungspolitische Stellungnahmen im Sinne des Fenelonschen Erziehungsideals in Gotha und Weimar (zwischen 1741 und 1765)“.
  • Klassik Stiftung Weimar: Förderung des Teilprojektes (zum Post-Doc-Projekt) „Das Prinzenporträt des Carl August von Sachsen-Weimar als erziehungspolitische Stellungnahme (1761)“ (11.2014).
  • Fritz-Thyssen-Stipendium der Franckeschen Stiftungen, Interdisziplinäres Zentrum für Pietismusforschung: Stipendium für Recherchen zu dem Forschungsprojekt „Die Gärten der Franckeschen Stiftungen“ (10–12.2009).
  • Centro Tedesco di Studi Veneziani: Vorbereitung der Publikation des Dissertationsprojektes (05.2009).
  • Philipps-Universität Marburg: Reisestipendium zur Förderung des Dissertationsprojektes (11.2006).
  • Centro Tedesco di Studi Veneziani: Förderung des Dissertationsprojektes (05.2005– 12.2005).

 

Publikationen

 

  1. Monographien

2011    [Silvia Carmellini:] Zwischen Steinbruch und Studio: Die Bildhauerwerkstatt von Orazio Marinali und Giacomo Cassetti (1683-1754). Marburg: Tectum 2011.

Rezension:

Ingeborg Schemper-Sparholz: Rezension. Silvia Carmellini: Zwischen Steinbruch und Studio. Die Bildhauerwerkstatt von Orazio Marinali und Giacomo Cassetti. (1683–1754). Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag, Reihe: Kunstgeschichte, Band 2, Marburg 2011. In: Barockberichte, Bd. 61,  S. 117–18.

 

  1. Herausgeberschaft

2019    Porträts in Serie. Ordnung und Funktion von Bilderreihen der Frühen Neuzeit. Hg. v. Stefanie Freyer, Klaus Niehr, Silvia Schmitt-Maaß. Wolfenbüttel: Harrassowitz 2019 [in Vorbereitung].

2009    Auf Papier: von Raffael bis Beuys, von Rembrandt bis Trockel; die schönsten Zeichnungen aus dem Museum Kunst Palast; ein Bildhandbuch. Hg. v.  mit Sonja Brink, Silvia Carmellini, Kay Heymer, Beat Wismer. Bielefeld: Kerber 2009.

 

  1. Aufsätze in Zeitschriften (* = Peer Reviewed)

2017* Bildnis und Porträt in der Frühen Neuzeit. Ein Bericht zum Stand der kunsthistorischen Forschung: Uwe Fleckner/Titia Hensel (Hg.), Hermeneutik des Gesichts: Das Bildnis im Blick aktueller Forschung; Eva-Bettina Krems/Sigrid Ruby (Hg.), Das Porträt als kulturelle Praxis, in: Kunstchronik (70 Jg.), Heft 5, S. 232-239.

 

  1. Aufsätze in Büchern (* = Peer Reviewed)

2019    Welfen ‚in Serien‘. In: Porträts in Serie. Ordnung und Funktion von Bilderreihen der Frühen Neuzeit. Hg. v. Stefanie Freyer, Klaus Niehr, Silvia Schmitt-Maaß. Wolfenbüttel: Harrasowitz [in Vorbereitung].

2019    Dornen, Wunder und Gewissen! Elisabeth Christine von Braunschweig-Wolfenbüttel und die Kunstnetzwerke des 17. Jahrhunderts. In: Jansenistische Netzwerke: Mäzene, Übersetzer und Drucker im Alten Reich, 1640-1790. Hg. v. Christoph Schmitt-Maaß, Friedrich Vollhardt. München: De Gruyter 2019 [in Vorbereitung]

2019    Vermittelte Antike am Englischen Hof: Georg III. und die visuelle Erziehung mit François Fénelons Télémaque, Fils d’Ulisse. In: Antikenrezeption in der Frühneuzeit: Geschichtsschreibung und antiquarische Studien in Britannien und dem Reich im Vergleich (Jahrestagung der Prinz-Albert-Gesellschaft, Coburg 2017). Hg. v. Ralf Behrwald, Lothar-F. Kroll u.a.: Berlin: Duncker & Humblot (im Druck).

2018* Unbequemer Gelehrter, eingehegtes Genie? Eine Büste für Gottfried Wilhelm Leibniz im Augusteum der Universität Leipzig, in: Der Arkadenhof der Universität Wien und die Tradition der Gelehrtenmemoria in Europa (2017/2018). Hg. v. Ingeborg Schemper-Sparholz u.a. Wien, Köln, Weimar: Böhlau 2017 (zugl. Wiener Jahrbuch für Kunstgeschichte, Bde. LXIII/LXIV), S. 287-401.

2014    Collecting Fénelon: Images, Imaginations, and Collecting Portraits. In: Fénelon in the Enlightenment. Tradition, Adaptations, and Variations Christoph Schmitt-Maaß, Stefanie Stockhorst, Doohwan Ahn (Hrsg.):. Amsterdam, New York: Rodopi 2014 (Internationale Forschungen zur Vergleichenden Literaturwissenschaft, Bd. 178), S. 339-364.

2010    „Blümlein, die der Nachtfrost schloß und beugte“ – Zur Danterezeption im Flower-Book von Edward Burne-Jones. In: Das Flower-Book des Edward Burne-Jones. Hg. v. Gabriele Uerscheln, Stiftung Schloss und Park Benrath. München: Hirmer 2010, S. 120-128.

 

  1. Beiträge in Ausstellungskatalogen

2010    Französische Zeichnungen des 17. und 18. Jahrhunderts. In: Auf Papier: von Raffael bis Beuys, von Rembrandt bis Trockel; die schönsten Zeichnungen aus dem Museum Kunst Palast; ein Bildhandbuch. Hg. v.  Sonja Brink, Silvia Carmellini, Kay Heymer, Beat Wismer. Bielefeld: Kerber 2009, S. 220-235.

-          Zeichnungen und Aquarelle des 19. Jahrhunderts. In: ebd. S. 236-295.

2009    Warum die Wahrheit kein Weib ist: Yinka Shonibares Kunst der postkolonialen Konversation über Fragonard. In: Vielleicht ist die Wahrheit ein Weib… Frauengestalten des Mythos im Zwielicht. Hg. v. Gabriele Uerscheln. Köln: Dumont 2009, S. 141-149.  

-          Yinka Shonibare: Cha Cha Cha, 1997. In: ebd., S. 218-219.

2008    Sean Snyder, A broken piece of raw optical glass from the Carl Zeiss Archiv. In: Zerbrechliche Schönheit. Glas im Blick der Kunst [anlässlich der Ausstellung Zerbrechliche Schönheit - Glas im Blick der Kunst, Museum Kunst-Palast, Düsseldorf, 19. April bis 31. August 2008]. Hg. v. Barbara Til. Ostfildern: Hatje Cantz 2008, S. 188-189.

-          Andrea Domenico Remps (zugeschr.), Scarabattolo (Kunstkammerschrank), in: ebd. 228-229.

-          Claude Monet, Das Pfirsichglas. In: ebd. 234-235.

-          Georg Flegel, Stillleben mit Römer, Brezeln und Mandeln. In: ebd. 252-253.

-          Mario Nuzzi (gen. dei Fiori), Blumenbouquet in einer Glasvase. In: ebd. 256-257.

-          Franz Werner von Tamm, Stillleben mit Früchten und Blumen, in: ebd. 262-263.

-          Sebastian Stoskopff, Gläserkorb und Pastete. In: ebd. S. 266-271.

-          Giuseppe Recco, Stilleben mit Gläsern. In: ebd. S. 272-277.

2007    Ergriffen fühlt er tief das Ungeheure. Wazlaw Nijinsky im Kostüm von Léon Bakst und Pan in der Wahrnehmung des Betrachters. In: Der große Pan ist tot! Pan und das arkadische Personal. Katalogbuch zur Ausstellung (15. August - 9. Dezember 2007). Hg. v. Museum für Europäische Gartenkunst – Stiftung Schloss und Park Benrath. Worms: Wernersche Verlagsbuchhandlung 2007, S. 147-156.

 

  1. Tagungs-Vorträge

2019    Welfen ‚in Serien‘: Van Dyck bis Gainsborough, Vortrag zu halten am 11./12. Februar 2019 im Rahmen des mitorganisierten Workshops Porträts in Serie. Ordnung und Funktion von Bilderreihen der Frühen Neuzeit, Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel.

2018    Dornen, Wunder und Gewissen! Elisabeth Christine von Braunschweig-Wolfenbüttel und die Kunstnetzwerke des 17. Jahrhunderts, Vortrag am 20. Oktober 2018 im Rahmen der Tagung Jansenistische Netzwerke: Mäzene, Übersetzer und Drucker im Alten Reich, 1640-1790 (Christoph Schmitt-Maaß, Friedrich Vollhardt, Ludwig-Maximilians-Universität)

2017    Vermittelte Antike am Englischen Hof: George III. und die Rezeption von François Fénelons „Télémaque Fils d’Ulisse“, Vortrag am 2. September 2017 im Rahmen der Tagung Antikenrezeption in der Frühneuzeit: Geschichtsschreibung und antiquarische Studien in Britannien und dem Reich im Vergleich, zur  36. Jahrestagung der Prinz-Albert-Gesellschaft e.V. und der Landesbibliothek Coburg (Prof. Prof. Dr. Frank-Lothar Kroll, Technische Universität Chemnitz)

2017    Ein Familienporträt ohne Vater: Johann Zoffany’s „Queen Charlotte with her Two Eldest Sons“ (1764/65) und die Telemach-Rezeption, Vortrag am 5. Mai 2017 im Rahmen der Tagung Familienbilder I. Menschen und (andere) Tiere in Hamburg, veranstaltet als Kooperationsprojekt der Forschungsstelle Naturbilder an der Universität Hamburg (Frank Fehrenbach) und des Zentralinstituts für Kunstgeschichte in München (Ulrich Pfisterer).

2017    Prinzen als Telemache, Vortrag am 6. April 2017 im Rahmen des Herzog-Ernst-Stipendiums der Fritz Thyssen Stiftung am Forschungszentrum Gotha der Universität Erfurt (Martin Mulsow, Iris Schröder).

2016    Imitation und Arbeitsanweisung in venezianischen Bildhauer- und Architekturzeichnungen um 1700 (Brustolon, Gaspari, Marinali), Vortrag am 18.11.2016 im Rahmen der Tagung Abbreviaturen, Formeln und Chiffren in der Zeichnung der Frühen Neuzeit, Bibliotheca Hertziana, Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte, Rom.

2013    Antoine de Jussieu betrachtet ein Stundenbuch von Jean Bourdichon: Verwissenschaftlichung und Ästhetisierung frühneuzeitlicher Pflanzenbilder im 18. Jahrhundert, Vortrag am 24.01.2013 im Rahmen des Kolloquiums Neue Perspektiven der Wissenschaftsgeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität, Fakultät für Geschichts-und Kunstwissenschaften, Historisches Seminar, Wissenschaftsgeschichte, München (Kärin Nickelsen).

2009    „Himmlisches“ Pflanzenreich – schnöde Arbeitswelt [?]. Die Gärten der Franckeschen Stiftungen im 18. Jahrhundert, Vortrag am 15.12.2009 am Interdisziplinären Zentrum für Pietismusforschung der Martin Luther Universität Halle-Wittenberg in Verbindung mit den Franckeschen Stiftungen zu Halle.