Allgemeines

Die aufgeführten Lehrveranstaltungsformen bilden den Kern des Studiums der Kunstgeschichte im Bachelorstudiengang (BA) und im Masterstudiengang (MA).
Die Inhalte des Studienangebots sind weder umfassend noch streng systematisch gegliedert, sondern repräsentativ und exemplarisch. Eine in die Kunstgeschichte einführende Lehrveranstaltung (LV) muss im ersten Semester absolviert werden. Darüber hinaus ist die Wahl der Reihenfolge und der Themen der Lehrveranstaltungen grundsätzlich frei. Die in den Studienordnungen für das Bachelor- und für das Masterstudium angegebenen Studienleistungen sind Mindestanforderungen und der Besuch weiterer Lehrveranstaltungen ist dringend angeraten. Auch das Studium in Eigeninitiative ist ein unerlässlicher Teil der Ausbildung.
In begründeten Ausnahmefällen kann die Anzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Lehrveranstaltungen begrenzt werden, z.B. bei Exkursionen sowie wegen technischer oder räumlicher Beschränkungen.


Modularisierung des Lehrangebots

Die Studieninhalte des Faches Kunstgeschichte sind in Module gegliedert. Dazu werden von den Lehrenden in jedem Semester Angebote gemacht. Ausnahmen bilden von Tutorien begleitete Lehrveranstaltungen zur Einführung in das Bachelorstudium der Kunstgeschichte. Sie werden ausschließlich in den Wintersemestern angeboten.
Forschungskolloquien im Masterstudiengang finden ausschließlich in den Sommersemestern statt.

Es gibt drei verschiedene Modultypen: das Grundmodul im Bachelorstudiengang, das Hauptmodul im Bachelorstudiengang und das Mastermodul.

Grundmodule (Bachelor) setzen sich aus zwei Lehrveranstaltungen zusammen: einer Einführungsveranstaltung plus einem Proseminar. (Insgesamt 4 Semesterwochenstunden(SMWST) und 7 Leistungspunkte (LP))

Pro Epoche (Spätantike/Mittelalter, Frühe Neuzeit, Moderne) muss ein Grundmodul belegt werden. Zudem sieht die Prüfungsordnung im Bachelorstudiengang zwei weitere Wahlpflichtmodule aus Nachbardisziplinen vor.

Das Hauptmodul (Bachelor) besteht aus zwei Hauptseminaren, die aus zwei verschiedenen Epochen gewählt werden müssen. (Insgesamt 4 Semesterwochenstunden und 8 Leistungspunkte)

Im Masterstudiengang gibt es fünf Pflichtmodule, die sich aus unterschiedlichen Lehrveranstaltungen und Prüfungsleistungen zusammensetzen. Die Pflichtmodule müssen in den Bereichen "Epochen und Werke", "Theorie und Methode" sowie "Berufsrelevante Übungen" belegt werden. Zudem zählen ein Praktikum und eine Exkursion (mindestens 5 Tage) jeweils als ein weiteres Modul.

Weitere Informationen zu den Modulen Bachelor und Master.


Formen und Ziele der Lehrveranstaltungen

In Vorlesungen (V) stellen Dozentinnen und Dozenten umfangreiche Gegenstands- oder Problembereiche der Kunstgeschichte vor. Diskussionen können einbezogen werden. Vorlesungen finden in der Regel 2- stündig statt.
Ein Leistungsnachweis kann durch ein Protokoll, ein Essay oder eine andere schriftliche Leistung (je nach Absprache mit den Dozenten) erworben werden.
Für eine erfolgreich besuchte Vorlesung werden 3 LP vergeben.

Einführungsveranstaltungen (Propädeutika) sind von Tutorien begleitete Lehrveranstaltungen für Studierende des ersten Semesters (BA) und finden nur in den Wintersemestern statt. Sie vermitteln elementare Fachkenntnisse, stellen Methoden der Kunstgeschichte vor, führen in Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens ein und geben einen Überblick über kunsthistorische Praxisfelder und Institutionen. Einführungsveranstaltungen finden in der Regel 2-stündig statt.
Ein Leistungsnachweis kann durch eine Klausur, ein Referat und/oder in der Ausnahme schriftliche Leistung (Essay, Hausarbeit o. ä.) erworben werden.
Für erfolgreich besuchte Einführungen werden 3 LP vergeben.

Tutorien im Bachelorstudium werden für Studierende im ersten Semester angeboten. Sie sind an die Einführungsveranstaltungen gekoppelt und dienen der Erweiterung und Vertiefung des Wissens, der Übung von Verfahren der Beschreibung und Interpretation sowie der Vermittlung und Diskussion ausgewählter Problemstellungen aus dem Bereich der Kunstgeschichte. Tutorien finden in der Regel 2-stündig statt.
Eine Leistung wird durch die aktive Teilnahme erbracht und der Besuch eines Tutoriums ist an den Leistungsnachweis in den Einführungsveranstaltungen gekoppelt.

Proseminare (PS) dienen der Entwicklung und Erörterung von Basisfragen kunsthistorischer Forschung. Sie vermitteln Zugangsweisen zu Interpretation und kulturgeschichtlicher Einordnung an relevanten Beispielen, indem breit angelegtes Sachwissens mit punktueller Vertiefung verbunden wird. Proseminare finden in der Regel 2-stündig statt.
Ein Leistungsnachweis kann in der Regel durch eine Referat mit schriftlicher Ausarbeitung erworben werden. Für erfolgreich besuchte PS werden 3 LP vergeben.

Hauptseminare (HS) leiten durch die Auseinandersetzung mit themenspezifischen Gegenständen und Problemen zum selbständigen wissenschaftlichen Arbeiten an und sind besonders für Studierende in höheren Semestern geeignet. Sie finden in der Regel 2- stündig statt.
Leistungsnachweise können in der Regel durch ein Referat mit schriftlicher Ausarbeitung erworben werden. Für ein erfolgreich besuchtes Hauptseminar mit Leistungsnachweis werden im Rahmen des BA-Studiums 4 LP, für ein erfolgreich besuchtes Hauptseminar im Rahmen eines Mastermoduls 6 LP vergeben.

Generell lässt sich in allen Hauptseminaren eine Leistung im Umfang von 4 LP für die fachliche Vertiefung erwerben. Eine Absprache mit dem Dozenten und dem Prüfungsamt ist zu Beginn des Semesters erforderlich. Im Bachelorstudiengang mit 2 Kernfächern kann die fachliche Vertiefung auf 2 Fächer aufgeteilt werden. Es ist jedoch zu empfehlen, die fachliche Vertiefung in dem Fach zu absolvieren, in dem die Bachelorarbeit geschrieben werden soll. Im Bachelorstudiengang mit einem Haupt- und einem Nebenfach ist die fachliche Vertiefung im Hauptfach zu absolvieren. (s. fachbezogener Teil der jeweiligen Prüfungsordnung)

Praxisbezogene Studien werden in der Regel in Form von Proseminaren (BA) absolviert. Sie haben einen großen praktischen Anteil und finden oft in Zusammenarbeit mit Museen und anderen Institutionen statt. Zu erbringende Leistungsnachweise sind an Thema und Inhalt des Seminars angepasst. Die Form der Leistungsnachweise wird zu Beginn der Veranstaltung mit dem Dozenten oder der Dozentin abgesprochen.

Forschungsorientierte Studien werden in der Regel in Form von Hauptseminaren absolviert, die mit Exkursion verbunden sind. Sie dienen der Förderung des wissenschaftlichen Arbeitens und vertiefenden Recherchen. Während der Exkursion werden Aspekte des im Seminar Erarbeiteten vor Originalen erweitert.

Seminare, die im Mastermodul Berufsrelevante Übungen angeboten werden, sind (den praxisbezogenen Studien im BA-Studium vergleichbar) praxisorientiert und dienen dazu, Einblicke in kunstgeschichtliche Berufsfelder zu gewinnen und erworbene Kenntnisse in Einzel oder –Gruppenprojekte einzubringen. Leistungsnachweise variieren je nach Ausrichtung der Übungen und werden zu Beginn des Semesters festgelegt.

Wahlpflichtveranstaltungen unterscheiden sich in den zu erbringenden Leistungen und in der Anrechnung von Leistungspunkten nicht von Modulteilen. In besonderen Fällen, wenn z.B. weniger Punkte benötigt werden o.ä., kann in Absprache mit dem Dozenten eine besondere Regelung getroffen werden.

Exkursionen werden von Dozentinnen und Dozenten des kunsthistorischen Instituts geleitet und in der Regel durch ein Pro- oder Hauptseminar vorbereitet.
Exkursionen gelten dem Studium von Kunst- und Bauwerken vor Ort, der Schulung von Wahrnehmungs- und Vermittlungsfähigkeiten sowie der Diskussion von Forschungsproblemen vor dem Original. Exkursionen werden frühzeitig angekündigt. Auswahl und Teilnahme an Exkursionen liegen in der Verantwortung des oder der Studierenden.
Bis zum Bachelorabschluss müssen im Kernfach mindestens 8 und im Nebenfach mindestes 4 Exkursionstage absolviert werden. Bis zum Masterabschluss müssen insgesamt mindestens 5 Exkursionstage absolviert werden. Einem einzelnen Exkursionstag ist keine genaue Anzahl an LP zugeordnet. Im Masterstudiengang werden für insgesamt 5 Exkursionstage 6 LP vergeben.


Exkursionsbescheinigungen

Die Teilnahme an Exkursionen wird bescheinigt. Download Scheinformular
In der Regel wird die Teilnahmeliste nach einer Exkursion von Begleitpersonen bzw. den Leitern der Exkursion an die Verwaltung weiter geleitet. Exkursionsscheine können zum Ende jeden Semesters im Sekretariat abgeholt werden.

Forschungskolloquien werden pflichtgemäß im Masterstudium absolviert. Das Kolloquium ist eine Diskussionsplattform, die sich aus den Gesprächsbeiträgen der studentischen Teilnehmer bildet und der Vorstellung und Diskussion von Forschungsthemen, Forschungsergebnissen und -problemen im Rahmen der Masterarbeit dient. In den unterschiedlichen Diskussionsbeiträgen werden auch wissenschaftliche Arbeits- und Argumentationsweisen dargelegt und erörtert. Somit dient das Kolloquium dem Einüben einer durch wissenschaftliche Arbeits- und Argumentationsweise gestützten und auf Problemlösungen abzielenden Form des Gesprächs.
Ein Leistungsnachweis wird durch einen fundierten Vortrag als Beitrag zum Kolloquium und durch Beteiligung an den Diskussionen erworben. Dafür werden 10 LP angerechnet.

Auch für Promovierende finden regelmäßig Doktorandenkolloquien statt. Kernaufgabe der Doktoranden ist die eigenständige und originäre Forschung sowie die Ausbildung eines wissenschaftlichen Profils, das international sichtbar werden soll. Kompetenzen einer angemessenen Präsentation und Publikation können im disziplinären und überfachlichen Diskurs des Doktorandenkolloquiums erworben werden. Informationen zu den Vorträgen im Doktorandenkolloquium Literatur- und Kulturwissenschaft finden Sie auf den Seiten

studip.uni-osnabrueck.de (login erforderlich)

sowie

www.blogs.uni-osnabrueck.de/zepros/